Praktikum 2005 in …. H3 – Hotel in Alcalar

Praktikum 2005 in …. H3 – Hotel in Alcalar

Ich studiere Tourismus Managment an der Christelijke Hogeschool in den Niederlanden und war verpflichtet ein integriertes Praktikum im Ausland zu absolvieren. Die einzige Vorraussetzung die gegeben sein musste war ein Praktikum im Tourismusbereich egal ob Hotel, Reiseagentur, Tauchschule oder Restaurant. Die Vermittlungstelle Arco Largo half mir ein Praktikum in einem Familienbetriebenem Hotel und Restaurant in der Naehe von Portimao zu absolvieren.

Nach ca 2 Wochen gewoehnte ich mich voll an den Arbeitsablauf in dem zumeist vollbetriebenen Restaurant obwohl ich bisher keinerlei praktische Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt hatte. Auch meine anfaengliche Angst vor einer neuen Sprache,Kultur und einer voellig neuen Umgebung wurde mir durch meine Arbeitskollegen und Kolleginnen erleichtert, die mich herzlichst aufnahmen und mir in allen Bereichen zur Seite standen. Ich bekam von meiner Praktikumstelle ein voll möbiliertes Apartment mit einer kleinen Küche, Schlafzimmer, Bad und einem Wohnzimmer das direkt an dem Restaurant angrenzte und in dem auch Gäste residierten.

Meine Arbeitszeiten betrugen bei einer 6Tage Woche 40 Stunden wobei meine Schicht immer um 4 Uhr Nachmittags begann und meist bis 12 Uhr Mitternacht dauerte. Deswegen hatte ich vormittags immer genügend Zeit um sportliche Aktivitäten wie Surfen, Joggen, Schwimmen etc. zu betreiben.Überstunden sind in Portugal und in touristischen Unternehmen obligatorisch und an der Tagesordnung, können dann jedoch nach Absprache mit dem Praktikumsleiter als Freizeitausgleich genutzt werden. Zu meinen Aufgaben im Restaurant gehörte meist, telefonisch Restaurantreservierungen entgegenzunehmen, das Decken von Tischen und festlichen Tafeln, Bereitstellen von Geschirr, Gläsern und Besteck sowie die Personalorganisation, Bonierung und Restaurantabrechnung.Neben der Bedienung der Gäste mit Speisen oder Getränken ist man auch erster Ansprechpartner und Repräsentant des Betriebs und somit meist für den Erfolg des Unternehmens mitverantwortlich.

Da das Hotel ca 12km von der nächstgrößeren Stadt und vom Strand entfernt lag, wurde mir ein Roller vom Betrieb zur Verfügung gestellt.Dies ist jedoch von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich und anderen Praktikanten empfehle ich deshalb, sich einen Roller oder ein billiges Auto fuer den Aufenthalt zu kaufen,und diesen dann bei Abreise wieder zu verscherbeln. Vor allem für Leute die auch gerne an freien Tagen Ausflüge mit Freunden in nächstgelegene Städte oder Stränden unternehmen wollen,ist dies von großem Vorteil.Wer einen Einblick in die Kultur des Landes haben möchte,empfehle ich einen Sprachkurs der auch von ArcoLargo angeboten wird oder in seiner Freizeit viel in portugiesischer Gesellschaft zu verbringen. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mit der komplizierten portugiesischen Sprache, doch nach ca 4 Wochen konnte ich die alltäglichen Aufgaben alle bewältigen und auch meine portugiesische Arbeitskollegin (die perfekt Deutsch sprach) lehrte mich einige wichtige Redewendungen und Sätze.Ansonsten wurde im Hotel selbst und im Restaurant, das ausschliesslich von Touristen besucht wurde, Englisch, Deutsch oder Holländisch geredet,der Kontakt zu Portugiesen war mir nur in meiner Freizeit möglich.

Ich kann von mir selbst behaupten dass mir dieses 3monatige Praktikum einen weitgehenden Einblick in die Gastronomie und den allgemeinen Hotelablauf verschaffen hat. Bei weiteren Fragen wendet Euch doch einfach an mich unter dieser E-mail

Rafael.Eder@gmx.de