Praktikum 2006 in…H1 Hotel in Albufeira

nadine Als ich am 28. Juli 2006 meine 3-monatige Reise nach Portugal antrat, war ich zunächst sehr aufgeregt. Weniger aus Angst, viel mehr aus purer Vorfreude und Gespanntheit was mich denn so erwarten wird. Durch zahlreichen Email Kontakt mit Karin Pohlke von Arco Largo wurde meine Unwissenheit vor Praktikumsantritt so gut es ging gestillt und ich freute mich sehr darauf sie persönlich kennen zu lernen. Als ich dann schließlich um 6:30 morgens am Flughafen in Faro ankam, begrüßte Karin mich auch schon gleich sehr freundlich mit ihrem netten Fiat indem man meist ein paar leckere Kekse finden konnte und sicherlich noch kann?) (hier durfte ich auch gleich zugreifen Vielen Dank an dieser Stelle;) .

Die Fahrt zum Hotel führte durch nette Unterhaltungen zu einem sehr positiven ersten Eindruck (den ich für sehr wichtig empfinde). Die Befürchtung, verloren in einem fremden Land zu sein, war wie weggeblasen. Neben interessanten Geschichten über das Leben in Portugal habe ich auch etwas über meine Praktikantenkolleginnen erfahren können. Offene Fragen wurden auf jeden Fall zufrieden stellend beantwortet und meine Neugier auf meinen neuen Arbeitsplatz an der Poolbar im Hotel Adriana Beach Club in Portugal stieg von Minute zu Minute. Da ich etwa 6 km vom Hotel entfernt in einem Apartment wohnen sollte, holten wir zunächst nur schnell den Schlüssel im Hotel ab und fuhren zu den Apartments, die den Namen Monte das garcas trugen. Anfangs war ich nicht sicher, ob ich das nun positiv oder negativ sehen sollte nicht direkt im Hotel wohnen zu können. Aber als ich den Pool sah, der nur für die Bewohner von Monte das garcas gedacht war, war eigentlich klar, dass es sich hier um eine super Sache handelte. Man bedenke, dass eine Barfrau des Hotels natürlich nicht den Hotelpool benutzen darf. Da ich gerade beim Thema bin warum ich Monte das garcas sehr gut fand, will ich noch weitere Gründe hierfür betonen: In dieser Apartmentgegend wohnten wirklich alle Angestellten des Hotels Adriana zusammen. Nicht als deutsche Praktikantin von meinen portugiesischen Kollegen differenziert zu werden war für mich sehr wichtig, da meine Erfahrungen in diesem Auslandspraktikum auch den Umgang mit den Einheimischen außerhalb der Arbeitszeiten beinhalten sollten. Nach kurzer Zeit hatte ich Freundschaften zu einigen der Mitarbeiter (welche übrigens multinational waren- Brasilianer, Russen, Polen, Deutsche, Rumänen und natürlich Portugiesen) geschlossen. Nach getaner Arbeit war es da natürlich schön ab und an gemeinsam in den Apartments den Abend mit netten Gesprächen (hier konnte ich sehr gut Englisch praktizieren), einigen Gitarrenklängen und sogar ein, zwei Gesangstalenten ausklingen zu lassen. Der Transfer zum Hotel pendelte mehrmals am Tag hin und her, so dass es keine Schwierigkeiten gab den Arbeitsplatz zu erreichen und nicht zu vergessen auch den traumhaften Strand der Algarve. Nun ist es aber an der Zeit etwas über meine Arbeit in Portugal zu berichten, welche nicht zu kurz kommen sollte und um die es sich ja schließlich handelt. Ich arbeitete wie gesagt an der Poolbar. Meine Aufgaben bestanden allerdings nicht nur im Getränke ausschenken, Cocktails mixen und netten Plaudereien mit Gästen. Wenn man sich auf ein Praktikum in Portugal einlässt, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass es nicht nur angenehme Aufgaben zu erledigen gibt. Tätigkeiten, wie Gläser abräumen, Aschenbecher säubern, teilweise sehr schwere Tabletts tragen usw. sind ebenso von Bedeutung. Zu behaupten, dass die Arbeit nur spaßig war, wäre also nicht ganz ehrlich. Es ist tatsächlich anstrengend! Allerdings hat es mich sehr fasziniert, dass die fest angestellten Einheimischen, fast doppelt soviel gearbeitet haben wie ich und sich niemals hängen ließen. Wir hatten nahezu täglich, trotz Arbeit, sehr viel zu lachen. Diese Freude hat meine Anstrengung tatsächlich ausgeglichen. Ebenso wie die Möglichkeit viel über das Leben meiner Kollegen zu erfahren. Noch nie zuvor habe ich mit so unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten arbeiten dürfen. Mein Wissen über die ein oder andere Kultur ( ich hatte es ja schließlich nicht nur mit Portugiesen zu tun…) hat sich in dieser Zeit gravierend erweitert und somit auch mein persönlicher Horizont.

Mein Chef war ein Mensch mit dem man relativ gut Kompromisse schließen konnte, sofern man zeigte, dass man gern und fleißig arbeitet. Da ich eben dieses Glück hatte mit meinem Chef gut auszukommen benötigte ich Karins Hilfe zwar selten, aber ich konnte mir immer sicher sein sie im Hintergrund stehen zu haben, was mir ein gutes Gefühl schenkte. Immer wenn ich sie brauchte, dauerte es nicht lange und sie war zur Stelle. Da ich zur Zeit der Hochsaison eintraf, war meine Wohnsituation in den ersten Wochen eher ungünstig. Obwohl man bei Überfüllung des Hotels mit dieser Schwierigkeit rechnen sollte, hat es Karin durch gezielten Druck bei der Direktion doch geschafft diese Situation so schnell es ging zu ändern.

Meine freien Tage nutzte ich natürlich, um das traumhaft schöne und vor allem interessante Land Portugal kennen zulernen. Für Strandbesuche hatte ich in meinen Pausen auch genügend Zeit. Es war also perfekt mich in einer 4-stündigen Pause zwischen 13:00 und 17:00 am Strand von der Arbeit im Hotel zu erholen und einfach das wunderbare Meer, welches ich in Deutschland ja nicht sonderlich oft zu Gesicht bekomme, zu genießen.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich sehr froh darüber bin mich für dieses Praktikum entschieden zu haben. Diese Zeit hat sich tief in meine Erinnerungen und meine Persönlichkeit gebrannt. Ich habe unglaublich viel gelernt und sehr viele nette Menschen verschiedenster Nationen kennen gelernt, die noch immer im Kontakt mit mir stehen. Allen die mit dem Gedanken spielen dieses Praktikum auch für sich zu verwirklichen, kann ich auf jeden Fall Arco Largo empfehlen. Arco Largo bietet eine persönliche Versicherung so gut es möglich ist. Ob die Zeit in Portugal aber ein unvergesslich positives Erlebnis wird, hängt meiner Meinung nach zum größten Teil von der einzelnen praktikumsantretenden Person selbst ab.

Nadine_Ulbrich@gmx.de